Gute Planung spart Nacharbeit. Schlechte Planung kostet.

Die Einführung eines AMR ist kein reines IT-Projekt — sie ist ein Infrastrukturprojekt. Boden, Gänge, Netzwerk und Ladetechnik müssen aufeinander abgestimmt sein, bevor der Roboter seinen ersten Auftrag erhält. Wer diese Voraussetzungen frühzeitig prüft, verhindert teure Anpassungen während der Inbetriebnahme. Dieser Leitfaden gibt einen strukturierten Überblick über die wesentlichen Anforderungen — herstellerunabhängig und auf Basis etablierter Planungspraxis.

Bodenqualität: Die Basis für zuverlässigen Betrieb.

AMR navigieren auf Basis von Sensoren und digitalen Karten — und reagieren empfindlich auf Bodenunebenheiten. Risse, Niveausprünge und stark abgenutzte Oberflächen können die Navigationspräzision beeinträchtigen und im Extremfall zum Betriebsstopp führen. Als Orientierung gilt die DIN 18202, die Ebenheitstoleranzen für Industrieböden definiert. Für AMR-Fahrwege empfehlen sich die strengeren Anforderungen nach EN 15620, die auch für mechanische Flurförderzeuge gilt. Die genauen Anforderungen hängen vom eingesetzten AMR-Modell ab — AISCI prüft dies im Rahmen der Vor-Ort-Analyse.

  • Keine Risse oder Absätze im Fahrbereich des AMR
  • Niveausprünge an Türschwellen, Rampen oder Dehnungsfugen prüfen und ggf. ausgleichen
  • Oberfläche tragfähig und rutschfest – besonders relevant bei Nassbereichen oder Kühllager
  • Bestehender Boden vor Projektstart begehen und dokumentieren (empfohlen: gemeinsam mit AISCI)

Gangbreiten: Wie viel Platz braucht ein AMR wirklich?

AMR benötigen ausreichend Fahrspurbreite — für die eigentliche Fahrt, für Ausweichmanöver und für den sicheren Betrieb neben Menschen und Staplern. Als publizierter Richtwert gilt eine Mindestgangbreite von 1.200 mm für reine AMR-Fahrwege. Werden Gänge gleichzeitig von Staplern oder Personen genutzt, erhöht sich der Platzbedarf entsprechend. Wichtig: Die tatsächliche Mindestbreite hängt von der Fahrzeugbreite des eingesetzten AMR und dem Ladungsträger ab. Enge Gänge sind kein automatisches Ausschlusskriterium — aber sie müssen im Vorfeld gemessen und bewertet werden.

  • Richtwert Mindestgangbreite AMR-Fahrweg: 1.200 mm (reine AMR-Gasse, ohne Gegenverkehr)
  • Mischbetrieb mit Staplern: Gangbreite individuell bewerten — deutlich mehr Puffer erforderlich
  • Palettenüberstand in Regalzeilen messen — Paletten ragen häufig 5–10 cm in den Gang
  • Engstellen an Säulen, Toren und Kurven gesondert prüfen
  • Bodenmarkierungen für AMR-Fahrwege nach ASR A1.3 / DIN 4844 empfohlen

Ladestation: Platz und Strom am richtigen Ort.

Jeder AMR benötigt eine oder mehrere Ladestationen im Fahrbereich. Die Station muss an einem Ort platziert werden, der für den Roboter gut erreichbar ist, den laufenden Betrieb nicht blockiert und über einen 230V-Stromanschluss verfügt. Bei größeren Flotten empfiehlt sich eine Ladeplanung, die Ladezeiten mit Produktionspausen oder Schichtwechseln koordiniert. AISCI plant Ladetopologie und Standorte gemeinsam mit dem Kunden im Projektsetup.

  • 230V-Anschluss am geplanten Stationsstandort notwendig
  • Standort: erreichbar, nicht im Hauptfahrweg, nicht in Engstellen
  • Bei Mehrschichtbetrieb: Ladezeiten mit Betriebspausen abstimmen
  • Anzahl Stationen abhängig von Flottengröße und Ladestrategie — wird im Projektsetup definiert

Ladestation: Platz und Strom am richtigen Ort.

Jeder AMR benötigt eine oder mehrere Ladestationen im Fahrbereich. Die Station muss an einem Ort platziert werden, der für den Roboter gut erreichbar ist, den laufenden Betrieb nicht blockiert und über einen 230V-Stromanschluss verfügt. Bei größeren Flotten empfiehlt sich eine Ladeplanung, die Ladezeiten mit Produktionspausen oder Schichtwechseln koordiniert. AISCI plant Ladetopologie und Standorte gemeinsam mit dem Kunden im Projektsetup.

  • 230V-Anschluss am geplanten Stationsstandort notwendig
  • Standort: erreichbar, nicht im Hauptfahrweg, nicht in Engstellen
  • Bei Mehrschichtbetrieb: Ladezeiten mit Betriebspausen abstimmen
  • Anzahl Stationen abhängig von Flottengröße und Ladestrategie — wird im Projektsetup definiert

WLAN: Ohne stabile Verbindung kein autonomer Betrieb.

AMR kommunizieren kontinuierlich mit dem Leitsystem — für Auftragsempfang, Statusmeldungen und Kartenupdates. Eine stabile, lückenlose WLAN-Abdeckung im gesamten Fahrbereich ist daher keine Option, sondern Voraussetzung. In den meisten Lagern ist bereits eine WLAN-Infrastruktur vorhanden. Diese muss auf AMR-Tauglichkeit geprüft werden: Abdeckung, Signalstärke und Übergabeverhalten zwischen Access Points sind entscheidend. Eine Nachrüstung ist in der Regel möglich und kostengünstig umsetzbar.

  • Lückenlose WLAN-Abdeckung im gesamten AMR-Fahrbereich erforderlich
  • Mindest-Signalstärke und Übergabeverhalten zwischen Access Points prüfen
  • WLAN ist in bestehenden Lagern meist vorhanden — Tauglichkeit prüfen, nicht neu aufbauen
  • Alternativ: Privates 5G-Netz möglich, aber höhere Investition und laufende Kosten

Hinweis:
WLAN vs. 5G

In bestehenden Lagern ist WLAN meist die wirtschaftlichere Wahl — vorhandene Infrastruktur kann genutzt werden. 5G bietet höhere Bandbreite und Ausfallsicherheit, erfordert aber neue Hardware und laufende Kosten. AISCI bewertet beides im Rahmen des Projekts.

Infrastruktur-Schnellcheck: Ist Ihr Lager AMR-bereit?

Diese Übersicht zeigt auf einen Blick, welche Punkte vor dem Projektstart geprüft werden sollten. Die Bewertung ist eine Orientierungshilfe — die finale Einschätzung erfolgt in der gemeinsamen Machbarkeitsanalyse.

Kriterium Status Hinweis
Boden eben, keine Risse oder Absätze im Fahrbereich OK Standardvoraussetzung in den meisten Lagern
Niveausprünge an Türschwellen geprüft PRÜFEN Häufig unterschätzt — vor Ort messen
Gangbreite mind. 1.200 mm (reine AMR-Gasse) PRÜFEN Modellabhängig, Vor-Ort-Messung erforderlich
Mischbetrieb Stapler/AMR bewertet PRÜFEN Erhöhter Platzbedarf, Zonenplanung nötig
WLAN-Abdeckung im gesamten Fahrbereich PRÜFEN Bestehende Infrastruktur meist nutzbar
230V-Anschluss für Ladestation vorhanden PRÜFEN Standortplanung im Projektsetup
WMS/ERP mit sauberer Bestandsführung OK Grundvoraussetzung, wenn der Roboter aus dem WMS gesteuert werden soll
IT-Schnittstelle definiert (VDA 5050 / API) PRÜFEN IT frühzeitig einbinden
Brandschutzanforderungen für Ladebereich geprüft PRÜFEN Abhängig von Gebäudeklasse und Versicherung

Unsicher, ob Ihre Infrastruktur passt? Wir schauen gemeinsam hin.

Eine Vor-Ort-Analyse durch AISCI bewertet Boden, Gänge, Netzwerk und IT-Schnittstellen in einem gemeinsamen Termin — bevor ein Angebot gemacht wird. So wissen beide Seiten, was möglich ist.

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